Archiv für den Monat: Mai 2019

Stabübergabe beim gemischten Chor “Cantissimo”

Stabübergabe
Stabübergabe: Alexander Zahn (links) und Georg Bahr

Am vergangenen Montag hat Dirigent Georg Bahr symbolisch den Dirigentenstab für den gemischten Chor Cantissimo an Herrn Alexander Zahn weitergegeben. In einer besonderen Probenstunde hatte Georg Bahr zunächst noch einige Stücke dirigiert, bevor er dann die Dirigentschaft an seinen Nachfolger Alexander Zahn weiterreichte. Er verabschiedete sich von “seinen” Sängerinnen und Sängern mit einem lustigen und herzzerreißenden Gedicht auf Rhöner-Platt, das am Ende dieses Artikels zu lesen ist.

Nach frenetischem Applaus dankte der 1. Vorsitzende Harald Friedrich dem scheidenden Dirigenten dafür, dass dieser im April 2017 auf die Bitte Peter Heisigs hin als Interimsdirigent für den Cantissimo eingesprungen war. Aus der kurzfristigen “Aushilfe” wurde dann doch ein Engagement von ganzen 2 Jahren. Friedrich betonte nochmal, dass der Chor ihn, Bahr, am Anfang dank seiner mitreißenden Art mit offenen Armen aufnahm und dass die Sympathie bis heute auf Gegenseitigkeit beruht. Der Vorsitzende danke Bahr ebenfalls dafür, dass dieser sich in Zukunft anbietet als Dirigent mal auszuhelfen, wenn Not am Mann ist.

Die 2. Vorsitzende Bettina Kern-Weigel überreichte Georg Bahr ein Geschenk, verbunden mit dem Dank für die Verdienste und mit den besten Wünschen für die Zukunft. Friedrich begrüßte alsdann den neuen Dirigenten Alexander Zahn aus Bad Soden-Salmünster, der den Chor Cantissimo in Zukunft leiten wird und wünschte ihm allzeit ein gutes Händchen in seinem neuen Amt. Friedrich wünschte sich eine lange und fruchtbare Zusammenarbeit. Dann schloss sich an den offiziellen Teil der gemütliche Teil des Abends an, denn es galt auch noch den Geburtstag von Georg Bahr vom Vortag zu feiern sowie die Goldene Hochzeit der Eheleute Braun. Eine kleine chorinterne Abschiedsfeier wird es am Donnerstag Abend noch geben, auf der auch die Chorsprecherin Renate Klüh die Verdienste des scheidenden Dirigenten würdigen wird.

Herr Zahn hat übrigens eine beeindruckende musikalische Vita, die wir hier gerne wiedergeben möchten: “Alexander Zahn studierte Schulmusik für gymnasiales Lehramt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main mit den Schwerpunkten Orgel- und Klavierliteraturspiel, Gesang, Chorleitung sowie Katholische Theologie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt. Am Bischöflichen Kirchenmusikinstitut in Fulda absolvierte er sehr erfolgreich das Studium der Kirchenmusik. Zahlreiche weiterführende Chorleiterstudien besuchte er bei den international renommierten Dozenten Robert Sund (Schweden), Lorenz Maierhofer und Franz Maria Herzog (beide Osterreich) und Stefan Kalmer (Deutschland). Alexander Zahn ist Musikdirektor des Fachverbandes Deutscher Berufschorleiter (FDB). Zudem gehört er dem Musikausschuss d. Chorverbandes Main-Kinzig an und ist dort für die Aus- und Weiterbildung von Vizechorleitern zuständig. Hauptberuflich unterrichtet er an der Henry-Harnischfeger-Schule in Bad Soden-Salmünster die Unterrichtsfächer Musik, Katholische Religion und Ethik.”

Und zu guter Letzt noch, wie versprochen, das Gedicht auf Rhöner Platt von Georg Bahr zu seiner Verabschiedung:

“Ihr leebe Sängerinne unn Sänger,
ich könnt luit geschrei,
denn mi Dirigententätigkeit in Eichezell iss siet hitt vorbei.
Mir hatte vill Spaß unn honn au gesonge,
unn meistens hotts au recht good geklonge.
Vür jeder Sengstonn goabs Gymnastik, für manche woars e besse leidig,
aber die Gelänke wurd fürs Senge geschmeidig.
Für die rechtig Luft homme au ebbes geton,
doss woar good für die Töne a, e, i unn o.
Mit Brahms unn dem Blessing of Aaron hotts Senge ongefange,
unn trotz Englisch bleebe dee ganze Sänger bei der Stange.
Über 20 neue Lieder honnmer iestudiert,
mit mir zesomme hott ihr au neue Sache probiert.
Enn Höhepunkt im Sängerjahr,
woar dos Senge am Maria Ehrenberg, doss ess doch kloar.
Mit dem Enkel Luis homm mer gesonge wie die Engelein,
die Lieder ginge der Muttergottes bestimmt direkt ins Herz hinnein.
E Sprichwurt saet, me moss uffheier, banss om Schönste gett,
trotdem genn ich hitt mit er Träne ins Bett.
In däne zwo Joar seid ihr mir ons Herz gewoasse,
honn ich doch e Stöck Herz hee in Eichezell geloasse.
Doch, ihr Liet, genung von Träne un Traurigkeit,
denn en neue Dirigent steht bereit.
En Scholllehr uis Salmünster geht jetzt voran,
herzlich willkommen, Alexander Zahn.
Doch bevür ich übergann de Dirigentenstab,
hörrt noch emno zoo, boas ich noch zu soan hab.

En dickes Danke an Harald, Bettina und vor allem an Renate,
ihr woart mir immer zur Sitt mit eurem Rate.
Banns ebbes zu organisiere goab,
da hattet ihr den Dirigentenstab.
Ihr hott organisiert, geschafft und getoon,
do hatt ich Ziet für die Musik in oller Roh.
Ich wünsch euch für die Zukunft noch vill Freid beim Senge,
dann werds bei der Concordia au widderscht gelenge.
Jetz ess genung geschwatzt,
ich gann de Dirigentenstab an den Alexander Zahn,
komm her zu mir,jetzt bist du dran.
Unn bann ihr mo e Vertretung brucht, bin ich doo,
das ist doch klar,
alles Gute wünsche ich euch, der Georg Bahr!”