Musikalisches Feuerwerk: 30 Jahre “Over the Rainbow”

Chor Over the RainbowZur Bildergalerie

Gefühlvolle Gesangsstücke und ein abwechslungsreiches Programm sorgten für reichlich Applaus im Kultursaal

Eichenzell (Udo Bauch). Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens veranstaltete der gemischte Eichenzeller Chor „Over the Rainbow“ (über den Regenbogen) ein Jubiläumskonzert der Spitzenklasse. Bei den über 20 präsentierten gefühlvollen und sehr ausdrucksstarken Liedern kam bei den Gästen im ausverkauften Kultursaal des Eichenzeller Schlösschens beste Stimmung auf und die Konzertbesucher bedankten sich bei den Künstlern mit regelrechten Applausstürmen. Der Vorsitzende des Gesangsverein Concordia Eichenzell 1900 e.V., Harald Friedrich, begrüßte die Gäste und freute sich über deren zahlreiches Erscheinen. Besonders begrüßte er Bürgermeister Dieter Kolb mit Partnerin, Ortsvorsteher Gerhard Dehler mit Gattin und die frühere Dirigentin Corina Müller-Mohr. Friedrich: “Das so viele Gäste gekommen sind, gibt uns Kraft für unser weiteres Schaffen“.

Bürgermeister Dieter Kolb lobte in seinen Grußworten das tolle musikalische Programm des weit über die Stadtgrenzen bekannten Chors und auch er freute sich über den vollen Saal. Kolb: “Ihr gehört ganz oben hin beim Gesang in der Region“. Dieter Kolb dankte allen Akteuren und besonders Dirigentin Natallia Klug, die sich seit Jahren mit großem Engagement für den Chor einsetzt. Das Gemeindeoberhaupt überreichte dem Jubelchor ein großes Kuvert mit einer Ehrengabe. Zum feierlichen Einzug der Sängerinnen und Sänger wurden die festlich gekleideten Gäste mit dem Lied Traditional „Evening rise“ gleich wunderbar musikalisch verwöhnt. Bei den Liedern „Adagio“ (Dimitri S. Bortnjanski), „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“ (Anne Quigley), „An Irish Blessing“ (Traditional Irland) und „Here I am, Lord“ (Dan Schutte) kam bei den Konzertbesuchern richtig gute Stimmung auf und die Lieder wurden von den talentierten Chormitgliedern sehr emotional vorgetragen.

Mit dem Lied „Baba Yetu“ („Vater Unser“ auf Swahili) wurden die musikbegeisterten Zuhörer nach Afrika entführt und die Künstler waren afrikanisch verkleidet. Solist Thomas Hütsch glänzte bei diesem Lied besonders. An afrikanischen Trommeln und Rasseln bewiesen die Musiker Andreas und Tobias Vey ihr Können. Danach präsentierte der gemischte Chor das Lied „Over the Rainbow“ (Harold Arlen/E.Y.Harburg), welches der beliebten Gesangstruppe ihren Namen gegeben hat. Gefühlvoll und mit viel gesanglichen Können verzauberte der Chor die Zuhörer mit den Liedern „Goodnight sweetheart“ (C. Carter/J.Hudson), „When I fall in love“ (E. Heyman/V.Voung), „Daydream lullaby“ (Henry O. Millsby) und dem bekannten Lied „Mister Sandman“ (Pat Ballard). Einfallsreich und lustig wurde es dann nach der Konzertpause beim Lied „Hail Holy Queen“ (Sister Act/Mark Shaiman), wo die Chormitglieder als Nonnen verkleidet ihre Gesangskünste vortrugen. Die beliebten Lieder „For the longest time“ von Billy Joel und „Every breath you take“ (The Police) wurden professionell und mit viel Herz vom Chor gesungen.

Beim Lied „Frei wie der Wind“ (Santiano) verkleideten sich die Sänger als Piraten und die Zuhörer schmunzelnden über die Verkleidung des Oberpiraten Harald Friedrich. Für gute Stimmung sorgten auch die Lieder „Everything I do – I do it for you“ (Brian Adams), „Some Nights“ (N. Ruess, A. Dost, J. Antonoff und J. Bhasker), „Ding-A-Dong“ ( D. Bakker) und „Hit the road, Jack“ (Ray Charles & Percy Mayfield). Beim wunderbar vorgetragenen Medley der Lieder „Millionen Lichter“ (Christina Stürmer, Tobias Röger), „Applaus, Applaus“ (Sportfreunde Stiller), und „Auf anderen Wegen“ (Andreas Bourani) bewiesen die Sängerinnen und Sänger ihr hohes Gesangsniveau und die Gäste waren durchweg begeistert. Für Applausstürme sorgte die Zugabe mit dem Lied „Tage wie diese“ von den „Toten Hosen“. Bei den stimmungsvollen Liedern klatschten die Konzertbesucher immer wieder kräftig mit und somit durchzog das Jubiläumskonzert im Kultursaal ein ganz besonderes Flair.

Harald Friedrich moderierte gut gelaunt das musikalische Programm und überzeugte selbst als stimmgewaltiger Sänger. Zum Konzertende bedankte sich Friedrich bei Dirigentin Natallia Klug, Andreas Vey (Schlagzeug), Tobias Vey (Gitarre), Ferdinand Friedrich (Tontechnik und Bilder), Anja Wagner (Blumenschmuck), bei der Servicemannschaft (Theke & Kasse) und bei allen Chormitgliedern für das gelungene Jubiläumskonzert. Natallia Klug erhielt für ihren Einsatz Blumen und die Geschwister Vey erhielten auch ein Geschenk für ihre Mühen. Auf einer Großbildleinwand wurden zu den Liedern passende Bilder präsentiert, die zusätzlich für ein gutes Konzertambiente sorgten. Nach dem Konzert durften sich die Gäste noch an einem mehrstöckigen Geburtstagskuchen bedienen.

Seit Monaten übte der Chor für das Jubiläumskonzert. Der große Applaus und das durchweg gelungene Konzert waren der Dank für die zeitaufwendigen Vorbereitungen. Harald Friedrich , Chorsprecherin Conny Dreijalts und die Chormitglieder zeigten sich nach dem Konzert überwältigt über die tolle Resonanz und versicherten, das sie mindestens weitere 30 Jahre die Eichenzeller Bürger und Musikbegeisterte aus der Region mit ihren Gesangskünsten und ihrem abwechslungsreichem Repertoire begeistern möchten.

Wie alles begann beim Chor „Over the Rainbow“: Als 1988 der Gedanke aufkam, einen Jugendchor zu gründen, trafen sich der Vorsitzende Paul Heil, die Dirigentin Brigitte Ruppert-Dechant und Ursula und Peter Heisig, die sich bereit erklärt hatten, diesen Chor aufzubauen, mit einigen Jugendlichen. Die einzelnen Stimmen waren so schwach besetzt, dass die Betreuer Ursula und Peter Heisig selbst mitsingen mussten. Vor jeder Gesangstunde fuhr man los, um einzelne Sänger von zu Hause abzuholen, damit man überhaupt singfähig war. Trotz der geringen Zahl an Sängerinnen und Sängern, konnte man bei verschiedenen Auftritten, so zum Beispiel bei „Jugend stellt sich vor“, oder beim Singen in der Kirche, die Zuhörer begeistern. Heute nach 30 Jahren ist der Chor mit seinem breit gefächerten musikalischen Spektrum nicht mehr aus der Gemeinde Eichenzell wegzudenken. Er bereicht das musikalische Angebot in der Großgemeinde und sorgt immer wieder dafür, dass Musik so richtig zum Erlebnis wird.

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