Chronik „Over The Rainbow“

2009: 20 Jahre „Over The Rainbow“ – ein Chor mit einem breiten musikalischem Spektrum!

Als 1988 der Gedanke auf kam, einen Jugendchor zu gründen, trafen sich der Vorsitzende Paul Heil, die Dirigentin Brigitte Ruppert-Dechant und Ursula und Peter Heisig, die sich bereit erklärt hatten, diesen Chor aufzubauen, mit einigen Jugendlichen. Die einzelnen Stimmen waren so schwach besetzt, dass die Betreuer Ursula und Peter Heisig selbst mitsingen mussten. Vor jeder Gesangstunde fuhr man los, um einzelne Sänger von zu Hause abzuholen, damit man überhaupt singfähig war. Trotz der geringen Zahl an Sängerinnen und Sängern, konnte man bei verschiedenen Auftritten, so z.b. bei „Jugend stellt sich vor“, oder beim Singen in der Kirche, die Zuhörer begeistern.

Dies war ein Verdienst der jungen Dirigentin Brigitte Ruppert-Dechant, die durch ihre Chorauswahl und intensives Einstudieren, verbunden mit einer sehr guten Stimmbildung dem Chor zu immer mehr Anerkennung verhalf. Mit den Jahren wuchs die Zahl der Sängerinnen und Sänger. Auch die Einstellung zur Chormusik änderte sich. Musste man in der Gründerzeit die Jugendlichen noch zum Singen überreden, kamen jetzt immer mehr dazu, die aus Begeisterung sangen. Zwischenzeitlich hatten sich die Mitglieder den wohlklingenden Namen „Over The Rainbow“ zugelegt. 1995 musste Brigitte Ruppert- Dechant die musikalische Leitung des Chores aus zeitlichen Gründen aufgeben.

Als Nachfolgerin konnte der mittlerweile zum 1. Vorsitzenden gewählte Peter Heisig die junge Dirigentin Monika Klug gewinnen. Diese setzte die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgängerin nahtlos fort. Auch kamen Jugendliche aus den umliegenden Orten hinzu. Der Chor wuchs zu einem der größten Jugendchöre im Kreis Fulda, der nicht an eine Schule gebunden war. Sicherlich der Verdienst von der Dirigentin „Moni“, die mit ihrer unkomplizierten Art, ihrer Spontaneität und jugendlichen Frische immer den richtigen Draht zu den jungen Sängerinnen und Sängern fand. Durch die Beanspruchung durch das Studium und die damit verbundenen unregelmäßigen Proben wurde das Jahr 2002 zu einem kritischen Jahr. Nur die große Beliebtheit der „Moni“ sowie die Bereitschaft, kurzfristig Chorproben zu verschieben konnte das überleben des Chores bis zum Dezember 2002 gewährleisten.

Monika Klug zog nach Köln und der Chor verlor seine Dirigentin. Jetzt folgte die größte Krise des Chores. Ein neuer Chorleiter, der den Ansprüchen des Chores entsprach, konnte zunächst nicht gefunden werden. Viele Jugendliche hatten wie sie sagten nur der „Moni“ zuliebe gesungen und hörten auf. Nach dem Versuch, interne Lösungen zu finden konnte dann nach fast einem Jahr die Dirigentin Corina Mohr für den Chor gefunden werden. Trotzdem man jetzt eine hervorragende Dirigentin mit einer sehr guten Liedauswahl gefunden hatte, waren viele der Sängerinnen und Sänger des Chores nicht mehr zum Weitersingen zu bewegen.

Der 1.Vorsitzende Peter Heisig entschloss sich nach dieser enttäuschenden Erfahrung den Chor nicht mehr als Jugendchor „Over The Rainbow“ weiterzuführen, sondern er öffnete den Chor für alle Sängerinnen und Sänger, denen mehrsprachiges Singen, intensive Chorarbeit und die etwas andere Art, z.b. den Gesang auch durch Bewegung auszudrücken, Spaß machte. In dieser Phase trat auch die heutige Chorsprecherin und Musikalische Leiterin der Kirchenschola Conny Dreijalts dem Chor bei. Dies war ein großer Gewinn für den Chor und den gesamten Verein. Unermüdlich setzt sie sich bis zum heutigen Tag für ihren „Rainbow-Chor“ ein und ist somit für den mittlerweile wieder sehr guten Ton und Stimmung im Chor mitverantwortlich.

Corina Mohr leistete über ein Jahr hervorragende Arbeit im Chor und musste zu aller Bedauern ihre Chöre aus beruflichen Gründen aufgeben, so auch den „Rainbow-Chor“. Wieder ging die Suche nach einer Chorleitung los. Conny Dreijalts erklärte sich bereit, den Chor bis der Verein fündig würde, zu leiten. Eher durch Zufall lernte der 1. Vorsitzende Peter Heisig dann die heutige Dirigentin Natallia Klug kennen. Wie der Name Klug schon ahnen lässt, handelt es sich um die Schwägerin von Monika Klug, die erst vor kurzem aus Weißrussland nach Deutschland gekommen war. Sie war einige Male Gast beim „Gemischten“ Chor, um sich die Chorarbeit in Deutschland etwas näher anzusehen. Peter Heisig befragte sie nach Ihrer musikalischen Vergangenheit und stellte fest, dass er eine hervorragend ausgebildete Musiklehrerin, die in ihrer Heimat schon Chöre geleitet hatte, vor sich hatte.

Schnell war man sich einig und Natallia Klug war die neue Chorleiterin des „Rainbow“ Chores. Wieder einmal hatte man das Glück, eine hervorragende Chorleiterin gefunden zu haben. Ein großer Erfolg wurde dann gleich der erste Auftritt beim Kritiksingen in Engelhelms. Der musikalische Berater Herr Henkhaus war sichtlich begeistert von den Vorträgen und drückte das auch im Wertungsbogen aus. Das sich harte Chorarbeit lohnt merkt der Chor immer wieder, wenn man bei den Auftritten den Erfolg feiern kann. Die etwas mehr als 20 Sängerinnen und Sänger hoffen, dass es so noch lange weitergeht. 2009 wurde erst mal der 20. Geburtstag gefeiert, bei dem am 3. Oktober der „Rainbow-Chor“ sein ganzes breit gefächertes musikalisches Spektrum zum Besten gab.

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